Gott - hilft - Blog

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Gott hilft - Betroffenen eine Stimme zu geben ist das Ziel

Dieser Blog steht ALLEN Betroffenen, Ehemaligen,
Interessenten und weiteren Mitmenschen offen.

Ungeachtet des Ansehens,
der Hautfarbe,
der politischen Meinung,
der sexuellen Orientierung, etc. darfst Du hier Deine Meinung posten.
Unpassende und gegen geltende Gesetze verstossende Beiträge können gelöscht oder verbannt werden.
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Wenn Du willst, darfst Du (Anonym, mit Pseudonym, mit Initialen oder unter Deinem Namen) auch selbst eine Mitteilung hinterlassen oder ein Thema starten.
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conny_vom_schwalbenhaus@bluewin.ch

Zizers

Ehemalige (Kinder und Leiter)Posted by conny Sun, November 13, 2016 21:44:59
Hallo, ich bin Conny vom Schwalbenhaus und ich freue mich, dass Du hierher gefunden hast.


Meine halbe Jugendzeit , nämlich 2964 Tage (03.03.1965 - 14.04.1973) lebte ich im Schwalbenhaus in Zizers

Sage was Du willst,
schreibe was Du willst,
suche wen Du willst,
erzähle von Dir und Deinen Erlebnissen.
Sei einfach Du und tausche Dich über "Gott hilft" (ob Du in Zizers oder an anderen Orten warst) aus.

Du kannst unten einfach auf Kommentare klicken,
auf der sich öffnenden Seite kannst Du lesen was Andere schreiben.
Du darfst auch selbst etwas schreiben (Anonym, mit Initialen, mit Namen oder unter Deinem Pseudonym.

Hör doch mal, was Sergio Devecchi am 26. April 2017 im Radio zu den Gott-hilft - Heimen sagt:
(die Link-Adresse kopieren und in neuem Tab ins Adress-Feld einfügen, Beitrag mit Pfeil öffnen)
www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/sergio-devecchi-heimweh-vom-heimbub-zum-heimleiter




Anlässlich der Lesung vom 25.Januar 2018 in Chur bat mich der Staatsarchivar lic. phil. Reto Weiss um meine Meinung zum Buch "Niemandskinder" von Dr. phil. Christine Luchsinger.
(C. Luchsinger hat im Auftrag der Stiftung Gott hilft und mitfinanziert von der Regierung des Kantons GR als damals noch Stellvertretende Chefin des AJB [Amt für Jugend - und Berufsberatung, und damit zuständig für Aufsicht und Bewilligung u. a. von Gott hilft - Heimen] den Auftrag für ein "Aufarbeitungswerk" erhalten)

Hier meine (weder diktierte noch gekaufte) Meinung:





  • Comments(20)

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Posted by conny Thu, November 15, 2018 17:56:52

An "selbst Betroffene"
Hast Du meine Antwort auf Deinen ersten Eintrag eventuell nicht gesehen ?
Ich kopiere diesen deshalb auch hierher. Vielleicht hilft Dir das weiter.
Geschrieben von Conny Sa, Oktober 13, 2018 12:33:07
In der Zeit 1965 bis1973 war da ein älteres Mädchen das Doris hiess.Sie hatte schöne lange blonde Haare. Bin im FB mal auf eine Doris Ganter aus Zürich gestossen. Habe einige Betroffene selber auf FB.

Posted by selbst Betroffene Thu, November 15, 2018 13:16:32

Ich habe in diesem Blogg schon geschrieben wegen meiner Schwester Doris. Unsere Mutter hat gesagt das Doris im Graubünden in einem solchen Heim ist. Hat jemand mit Doris im Gotthilft gelebt und kennt sie.

Posted by conny Sun, April 15, 2018 20:27:51

Im Anschluss an die Lesung vom 25. Januar 2018 im Staatsarchiv Graubünden versprach man mir, sich dafür einzusetzen, dass ich mich in Zizers anmelden und das Fotoarchiv besichtigen könne.

Kurz darauf erhielt ich vom Staatsarchiv ein Mail: es gäbe auch aus meiner Zeit (1965- 1973) digitalisierte Fotos, ich möchte mich doch direkt bei der Stiftung Gott hilft anmelden.

Die Anmeldung klappte, die Stiftung wollte mich mit Partner am Dienstag 13. März um 09:00 empfangen.

Her Zindel und die für die (wenigen) archivierten Fotos zuständige Mitarbeiterin zeigten mir einige wenige Bilder. Aus meiner Zeit gab es keine Aufnahmen. Lieblos klickte die Verantwortliche mal hier, mal da, - es schien mir, dass sie sich auch nicht gross bemühten etwas zu finden.

Es war in jeder Hinsicht sehr enttäuschend, - praktisch kein Bildmaterial zu sehen, lieblose und desinteressierte Suche.

Das Beste war der Kaffe, kaum eine Stunde später verabschiedeten wir uns.

Hier noch ein pikantes Detail:

Einen Tag vor dem Besuchstermin hat jemand nachstehenden (alten) Artikel in den Blog gepostet. Dass man die Stiftung besuchen und das Fotoarchiv anschauen könne, wird ebenso vermittelt, wie die Adresse einer Anlaufstelle.

Was soll denn das ??? Wer will was damit bezwecken ???

Versteckspiele ? - nicht mit mir !

Gerne informiere ich Euch, dass auf vielfältigen Wunsch eine komplett überarbeitete Auflage von „Wir kamen vom Regen in die Traufe“ in Planung ist, diese dürfte um einige Seiten umfangreicher werden. Bisher nicht geschilderte Vorkommnisse und deren Akteure sollen darin ebenso Platz finden, wie Erweiterungen und Ergänzungen des bisher geschilderten.


Posted by Aufarbeitung Geschichte Mon, March 12, 2018 11:04:01

Aufarbeitung der Geschichte – Angebote für ehemalige Klientinnen und Klienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Waren Sie als Klientinnen und Klienten oder als ehemalige Mitarbeitende in einer Institution der Stiftung Gott hilft? Haben Sie das Bedürfnis, sich nochmals mit dieser Zeit auseinanderzusetzen? Wir können Ihnen folgende Möglichkeiten anbieten:

Institutionsbesuch

Uns besuchen immer wieder Ehemalige der Stiftung Gott hilft. Einige denken mit Freuden an ihre Zeit im Heim zurück. Für andere ist die Zeit eher belastend, manchmal verletzend in Erinnerung geblieben.

Wenn Sie den Wunsch haben den Ort zu besuchen an dem Sie einen Teil ihrer Kindheit oder Jugend verbracht haben, dann sind sie herzlich willkommen.

Fotoarchiv anschauen

Im 2015 haben wir das Bildmaterial der Stiftung Gott hilft und ihren Angeboten digitalisiert. Aus den verschiedenen Epochen verfügen wir über Bildmaterial.

Für Ehemalige besteht die Möglichkeit, Teile dieses Fotoarchivs hier bei uns vor Ort zu sichten.

Persönliche Begegnung mit aktueller Stiftungsleitung

Seit 1916 ist die Stiftung Gott hilft mit ihren Institutionen sozialpädagogisch tätig.


Mit den Erziehungsmethoden der jeweiligen Zeitepoche und den damals zur Verfügung stehenden Ressourcen wurde in der Regel qualitativ gute pädagogische Arbeit geleistet. Uns ist aber auch bewusst, dass Fehler passiert sind, zum Teil schwere. Diese bedürfen der Entschuldigung und Aufarbeitung.

Wenn Sie als ehemalige Klienten oder als ehemalige Mitarbeitende den Wunsch haben, sich mit uns über Ihre Zeit in der Stiftung auszutauschen, sind Sie herzlich willkommen.

Buchpublikation

Die Historikerin Dr. Christine Luchsinger hat die Geschichte der Pädagogik der Stiftung im Kontext der zeitgenössischen Erziehung aufgeschrieben.

Entstanden ist das Buch „Niemandskinder“ – Erziehung in den Heimen der Stiftung Gott hilft 1916 -2016 (Desertina Verlag, ISBN 978-3-85637-487-7).

Für ehemalige Klientinnen und Klienten sowie Mitarbeitende der Stiftung Gott hilft subventioniert gibt es einen Buchrabatt. Es kann zum halben Preis für Fr. 20.- (zuzüglich Fr. 5.- Porto) auf der Stiftungsverwaltung bezogen werden.

Unabhängige Anlaufstellen

Sie können sich auch an eine unabhängige Anlaufstelle wenden. Dies ist in vielen Kantonen der Schweiz die kantonale Opferhilfe.

Für den Kanton Graubünden:
Opferhilfe-Beratungsstelle


Loestrasse 37


7000 Chur 


Tel. 081 257 31 50


Fax 081 257 31 60


opferhilfe@soa.gr.ch

Kontaktaufnahme

Wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen möchten, schreiben Sie uns ein Mail

an info@stiftung-gotthilft.ch Betreff: Aufarbeitung Geschichte

oder rufen Sie uns an: 081 307 38 03 / Daniel Zindel, Gesamtleiter.

Posted by vom googel Tue, February 27, 2018 16:09:56

Sonderschulheim von «Gott hilft» in Zizers: Christine Luchsinger untersucht die pädagogischen Institute der Stiftung.

Frau Luchsinger, ist es in den Kinder- und Jugendheimen der Stiftung «Gott hilft» regelmässig zu Gewaltanwendung gegenüber Kindern und Jugendlichen gekommen?

Christine Luchsinger: Das ist abhängig vom Zeitraum, den man betrachtet.

Sind Ihnen sexuelle Übergriffe in Institutionen von «Gott hilft» bekannt?

In einem Interview wurde das bisher geäussert. Es betrifft eine Person, die zehn Jahre lang dort arbeitete. Ihre Übergriffe wurden offenbar nachträglich bekannt, dann intervenierte die Stiftung. Aus den schriftlichen Quellen geht das nicht hervor.

Einzelne Erziehungspersonen wurden als sadistisch bezeichnet, weil sie Kinder vor allen anderen Kindern auf den nackten Po geschlagen haben.

Wie unterscheiden sich in Ihren Augen die Missstände von jenen in katholischen Heimen?

Das kann ich nicht genau sagen.

Auf welche Grundlagen stützen Sie sich bei Ihrer Untersuchung?

Ich verwerte schriftliche Quellen aus dem Archiv der Stiftung «Gott hilft». Sämtliche Dossiers über die Kinder fehlen, die sind nicht mehr vorhanden. Deshalb werde ich zusätzlich mehrere Interviews mit Ehemaligen führen.

Die Kinderdossiers wurden vernichtet?

Ja, nach Aussagen der heutigen Stiftungsleitung wurden sie vom Datenschützer des Kantons Graubünden aufgefordert, diese Dossiers zu vernichten.

Melden sich ehemalige Heimkinder bei Ihnen?

Bei mir nicht. Sie melden sich bei der Stiftung. Im Jahr 2010, als die Stiftung in den negativen Schlagzeilen war, hat sie eine Hotline installiert. Da haben sich einige gemeldet.

Zur Person

Christine Luchsinger ist selbständige Historikerin. Sie untersucht die pädagogische Arbeit in den Kinder- und Jugendheimen der Stiftung «Gott hilft» im Hinblick auf deren 100-Jahr-Jubiläum im Jahr 2016. Christine Luchsinger hat bis Anfang 2014 den Zentralbereich Kinder- und Jugendhilfe im Zürcher Amt für Jugend und Berufsberatung geleitet.

Das ist von einer radiosendung vom schweizer radio ich hab es wider gefunden bei googel

https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/gewalt-gegen-kinder-gab-es-auch-in-evangelischen-heimen

Posted by Traugott Stiftung Mon, January 22, 2018 15:47:12

Traugott, Personalfürsorgestiftung der Stiftung Gott hilft

Adresse c/o Stiftung Gott hilft, Zentralverwaltung Kantonsstrasse 6 7205 Zizers Rechtsform Stiftung
UID CHE-109.772.078
Handelsregister-Nummer CH-350.7.000.181-3
Zweck
Weiterführung der Alters- und Invalidenfürsorge für die Rentnerinnen und Rentner der Stiftung 'Gott hilft', die per 31.12.2002 im Rentnerstamm der Stiftung 'Gott hilft' aufgenommen waren. Zur Erreichung des Zweckes oder einzelner Teile davon, kann die Stiftung Versicherungsverträge abschliessen bzw. bestehende Versicherungsverträge weiterführen. Der Stiftungsrat bestimmt nach freiem Ermessen in Ansehung der jeweiligen Verhältnisse und der vorhandenen Mittel durch Beschluss oder Reglement den Umfang der Fürsorgetätigkeit der Stiftung im Rahmen des genannten Zweckes. Die Stiftung darf keinesfalls zu Leistungen herangezogen werden, zu denen die Stiftung 'Gott hilft' gesetzlich verpflichtet ist.
Wer kümmert sich um die Altersvorsorge der ehemaligen Gott hilft - Kinder,
also jener Kinder, welche durch die heutigen Rentnerinnen und Rentner, Prüglerinnen und Schänder (Tanten, Onkel, Lehrer, usw.) ausgenutzt, geplagt und missbraucht wurden ?

Dieses Altersvorsorge - Kapital wurde ja auch durch die Arbeit der Heimkinder - unfd nicht durch frömmeln - geäufnet.

Posted by Lucifera Wed, December 27, 2017 14:03:49

Radio SRF1 hat am Mittwoch 27. Dezember über Mittag in einem kurzen Beitrag über
falsche protestantische Pfaffen berichtet. Solche gibt es also auch !!
(Sogar viel mehr als allgemein geglaubt, aber eben -dem SATAN willfährige PFAFFEN -
ob protestantisch oder katholisch, ob in Gremien oder Stiftungen scheint einerlei)

Der Titel des Beitrags lautet:
Verdingkinder waren auch reformierten Akteuren ausgesetzt

Verdingkinder gehörten jahrzehntelang zur Schweizer Gesellschaft. Bisher wenig erforscht ist dabei die Rolle der evangelisch-reformierten Kirche. Eine erste Untersuchung zeigt, die reformierte Kirche war in vielen verschiedenen Funktionen an diesem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte beteiligt.

https://www.srf.ch/play/radio/rendez-vous/audio/verdingkinder-waren-auch-reformierten-akteuren-ausgesetzt?id=4af6a06f-13bd-446f-9813-0906d3e6ae4f







Posted by Ruth Mon, December 25, 2017 07:55:07

Hallo zusammen

Auch ich bin, oder war ein Heimkind in den Jahren 1961-1979 in 3 verschiedenen Kinderheimen Gott hilft. Zizers, Dicken und Trimmis. Also die ganze Kinder und Jugendzeit, bis zu meiner Heirat.

Ich hatte immer den Eindruck das diese Erziehung Normal war wo ich Erlebte.
Durch eine Heim Kollegin stoss ich auf Connys Buch und das Büchlein 100 Jahre Gott hilft.
Ich Las alles mit Grossem Interesse.

Was ich in Connys Büchlein Las, widerte mich nur noch an und sah, das wir es doch nicht Normal hatten was da alles ab gelaufen ist. Weil ich gerade auch in dieser Zeit in Zizers als Heim Kind weilte.

Doch je mehr ich mich mit meiner Kinderheim Zeiten auseinander Setzte und ich alles Aufschrieb, kam mir einiges in den Sinn wo ich plötzlich fand:
Herje, da ging auch einiges ab wo man mir an tat wo sicher nicht mit rechten dingen zu und her ging.

Was wir sicher Lernten, auch gut fürs Leben ist, waren sehr Harte Arbeiten. Aber das machte auch unsere Körper schon in den Jungen Jahren kaputt. Wo ich jetzt zu kämpfen habe mit 58 Jahren und dadurch auch sicher mit meinem Rücken so Problemen habe. Die Psyche kommt auch dazu weil dieses auch Schläge waren und zwar ganz tief ins Herz hinein.

Harte Körperliche Arbeiten waren Tagesordnung und immer angesagt:
Schuhe Putzen, Aussen und Innen Reinigen, Wäsche machen, Rüsten, Kochen je nach dem für alle, Garten Arbeiten, Heuen, Stall Arbeiten, Kartoffel auflesen, Früchte Pflücken und noch einiges mehr.
Dadurch ersparte man auch Personal.
Aber auch vor allem Gehorsam sein, Beten und Singen. Zum Glück Singte ich gerne.
Wenn man nicht recht tat, bekam man Schläge und durfte ohne Nachtessen ins Bett gehen.
Musse alles Essen, auch wenn es einem anwiderte. Daher, Lauch finde ich echt zum K...
Wenn man nicht zur Rechten Zeit am Frühstückstisch war, wurde der Grusige Lebertran in den Boretsch gelehrt. Das war so ekelhaft, aber essen musste man es.
Ich war Bettnässer und musste meine Wäsche immer von der Leuchtkäfer Gruppe übers ganze Areal ins Haus Marin in die Waschküche Tragen. Ich schaute das ich diese noch hinüber trug,wenn es Dunkel war das mich ja niemand sah, weil man sonnst als Bettseicher Betitelt wurde, von den Kammeraden, aber auch vor allem von den Erziehern den Spruch hörte, hasst du schon wieder ins Bett Geseicht.
Das gab immer einen Psychischen schlag, ich machte es ja nicht extra.

Die Worte und aussagen von den Heimleitern, Mütterli und Vater Rupflin, Mutter und Vater Bernhard, Herr und Frau Heuser sowie aber auch den Erziehern, waren mir so in den Kopf getrimmt worden:
Du taugst zu nichts, bist ja sowieso Dum oder wirst es zu nie etwas richtigem führen können, sollte mich das ganze Leben Begleiten.

Ich hätte NIE Gedacht das es so schlimm werden würde, das diese Aussagen einem so an setzten werden. Es ist wie ein Böser Geist wo da Tief eingenistet wurde.

Wieso ich ins Heim musste, weiss ich bis heute noch nicht recht.
Ich bin ein Scheidungskind. Daher wurde man schon so hin gestellt als wären wir an allem Schuld, es gab Momente wo sehr schwer waren mit dieser Situation um zu gehen.
NIE, konnten wir über unsere Ängste, Trauer, Wut oder sowieso unseren Problemen Sprechen.

Ich sehe das ich nur Negative Sachen Schreibe von den Heimzeiten.
Es gab auch schöne Momenten, sicher, aber die waren Rar.

Das harte Arbeiten war für mich immer so, das dies normal sei.
In der Ehe Erlebte ich ziemlich das Gleiche, als wir auf dem Bauern Hof Lebten wo ich 10 Jahre Wohnte waren auch harte Arbeiten angesagt, sowie gegenüber den Kindern Schläge.

Ich wollte NIE das meine Kinder in einem solchen Umfeld Aufwachsen müssen wie ich es Erlebt hatte und ging weg von dem Hof und dem damaligen Mann.

Ja, was soll ich noch sagen?

Das ich mich auch als Opfer vom Gott hilft fühle. Das es schwer ist denn Glauben an Gott haben zu können wenn man so in Gottes Namen Behandelt wird!
Ich glaube nicht das Gott das alles wollte!!!!!

Auch wenn wir es sehr schwer hatten in der Kinder und Jugendzeiten, möchte ich mich nicht mehr so sehen als währe ich nichts.
Klar, es gibt Momente wo man Erlebnisse hat im Leben wo einem zurück Versetzten in die Kinderheim Zeiten. Daher müssen wir mehr Kämpfen.

Aber ich weiss auch zu was ich gebracht habe und vor allem was ich bin.

Ich Geniesse die Momente Bewusster wo es mir gut geht, wo die Rückenschmerzen mich nicht immer in Beschlag nehmen.

Allen wo das Lesen, möchte ich Mut machen um zu Leben. Geniesse es jetzt, gehe nochmals durch deine Kindheit, aber dann leg es ab und schau nach vorne. Es gibt noch so viel schönes zu Entdecken.

Ganz herzliche Grüsse an alle und schöne Weihnachtstage und alles gute im Neuen Jahr.










Posted by Peter Kreis Fri, December 22, 2017 20:55:47


bin gerade am lesen, " Kinderohnerechte "


Ich war im Jahr 1972 bis 73 in Wiesen - Sechs jährig, dort wurde ich von diesem Andreas Bernhard dermassen Prutal zusammen geschlagen das ich für stunden kaum mehr liegen oder gehen konnte, ( angeblich soll ich die Rinde von einem frisch gepflanzten Birnbaum abgeschelt haben, kann mich bis heute an so etwas nicht
erinnern ) ab frühjahr 1973 bis oktober 1984 im Kh Scharans, " Der hat sein Leben am Besten verbracht, der am meisten Menschen hat Froh gemacht " Heimleiter
Ulrich`s Stricker`s Lieblings Lied das er auch am Lautesten sang von allen Mitarbeitenden jeweils am Mittagstisch, er war es der mehrere Kinder auf brutalste
waise zusammen schlug und dass regelmässig so als eine Art Freizeitbeschäftigung am Schlimmsten hat er Peter Wiess Misshandelt und dass Dutzendfach und meistens
ohne wirklichen Grund ( er war vollwaise, ich halbwaise ) er hat mich zwaimal geschlagen, einmal weil ich Erika Wüthrich weigerte die Hand zu geben beim Morgen
und Nacht grüssen, ( ich gab ihr nicht mehr die Hand, weil sie mich vorsätzlich Chikanierte in dem sie mich mehrmals hintereinander Befehligte das fenstersims
abzustauben obwohl ich das schon mehrmals getan hate, sie schikanierte mich einerseits weil sie gigerig auf mich war, und weiter weil ich maistens sehr früh
am morgen mit der zimmerreinigung bez. ämtli sehr schnell vertig war, tage später wurde mein zimmerkolleg Andreas Rickli auf brutalste art vom unteren stockwerck
an denn Haaren ins ober stockwerk gezert ( das war im Lerchenhaus Scharans, volle Knaben Gruppe ) da verging mir die Fröhlichkeit Total, da zwang mich stricker
mittels einem Handschlag auf meine Lippen die sofort zu Bluten begannen, " ZUm Lachen, - Vergebens - Jahrzehnte lang habe ich diesen Menschen gehasst, ( heute
waiss ich dass nur eines Helfen würde ) naja item, ich kenn dich Persönlich Glaub ich nicht, finde es aber gut was du machst, was ich sonst noch alles Erlebt
habe bei diesen Pseudo Christen und Je-sus Besessenen, " Röm.latin. " Je = Erd , sus = Schwein - Erd-schwein" wer waiss? vieleicht komm ich doch wieder einmal
ins Graubünden, dort wo ich trotz allem die Beste zeit meines Lebens, aber auch die Schlimmste Zeit Erlebte
Lieber Gruss vom Peter Kreis, gennant und bekannt auch als , " Kraisli "

Ps. bin sehr Enzetzt über die Aktenvernichtung... ( Daniel Zindel und die Väterli wirtschaft im Gott-hilft )


Posted by conny Sun, December 17, 2017 19:45:02

Hallo poster vom Artikel aus jesus.ch
diese Berichte kenne ich. Sergio Devecchi war kurz vor mir im Kinderheim "Gott hilft in Zizers. Auch ich finde es skandalös, dass man die Akten venichtet hat. Nicht wegen dem Datenschutz sondern wegen dem "Tatenschutz." Gott hilft hat die vergangenheit aufgearbeitet. Alles vom Tisch gewischt. Und Natürlich haben sie eine Hotlline für Ehemalige eingerichtet. Also ich persönlich melde mich sicher nicht bei meinen Peinigern. Das hätte eine Neutrale Stelle sein müssen. Ja und auch zu meiner Zeit im Gotthilft hat es von Erwachsenen zu uns Kindern sexuelle Uebergriffe gegeben, und das wahrscheinlich im Namen Gottes!!! Betroffene müssen ihre Vergangenheit selber bearbeiten oder aufarbeiten, durch die "Aktenvernichtung" (wer's glaubt) wurde jedem von uns die Möglichkeit einer Aufarbeitung genommen. Dass es gar der Wunsch von Ehemaligen war, dass diese Dokumente vernichtet wurden, - hallo Herr Zindel, - wir wurden zu Ehrlichkeit erzogen. Pfui Teufel !!

Posted by jesus,ch Sat, December 16, 2017 15:25:25

Gewalt in Kinderheimen - Daniel Zindel auf Sternstunde Religion mit ehemaligem Heimkind

www.jesus.ch › Magazin › Gesellschaft › Christen in der Gesellschaft
http://www.jesus.ch/magazin/gesellschaft/christen_in_der_gesellschaft/261637-daniel_zindel_auf_sternstunde_religion_mit_ehemaligem_heimkind.html


03.09.2014 - Sergio Devecchi war Heimkind in der Stiftung «Gott hilft» im Tessin. Der heutige Leiter eines Kinderheims erinnert sich noch sehr genau an gute, aber auch an negative Erfahrungen in Pura. Er erinnert sich an Körperstrafen, aber auch an sexuelle Übergriffe eines Mitarbeiters im Stall beim Kinderheim.
Doch diese Dinge hätten bei ihm selbst Schuldgefühle erweckt. Er habe gedacht «das musste so sein». Er bemängelt zudem, dass seine Zeit im Kinderheim nicht dokumentiert worden sei. Und er kritisiert die «permanente religiöse Beeinflussung» im Heim.

«Gott hilft» hat inzwischen aktiv diese Vergangenheit aufgearbeitet und Ehemalige eingeladen, über schwierige Erfahrungen in ihrem Heimaufenthalt zu sprechen. Sergio Devecchi hat diese Einladung angenommen und sich gemeldet. Zum Vorwurf, dass seine Vergangenheit im Heim nicht dokumentiert sei, entgegnete Zindel, man habe inzwischen alte Bilder gefunden und begonnen, diese zu digitalisieren, um so auch Erinnerungen der ehemaligen Insassen zu rekonstruieren. Er brachte ein Bild mit, auf dem Devecchi als Kind zu sehen ist.

Laut Daniel Zindel wurden allerdings die Akten über die Kinder, die im vorigen Jahrhundert in einem «Gott hilft»-Heim lebten, vernichtet – aufgrund des Datenschutzgesetzes und in Rücksprache mit dem kantonalen Datenschutzbeauftragten. Das war im Nachhinein gesehen ein Fehler, sagte Daniel Zindel. Devecchi findet die Vernichtung sogar ein Skandal. Laut Zindel gibt es aber auch Ehemalige, denen die Vernichtung der Akten wichtig war. So aber ist die historische Aufarbeitung nicht möglich.


Posted by conny Mon, December 04, 2017 20:30:49

Liebe Trudi Hitz

Ohh, wie schön für Dich! Ich mag Dir das gönnen. Ich bin in der gleichen Institution aufgewachsen 1965- 1973 und habe Vater und Müetterli Rupflin noch erlebt. Unser Dasein bedeutete Arbeiten und Beten. Wir wurden im Namen Gottes blutig geschlagen, und ein häufiges Lob das wir hatten war: du bist nichts, du kannst nichts und aus dir wird eh nie etwas werden. Wir waren leibeigene Sklaven und mussten unsere Hände hinhalten und behandelt wurden wir wie Dreck.


Posted by Trudi Hitz in der CGG Mon, December 04, 2017 14:17:13

GOTT HILFT, wenn wir wirklich glauben.


Hier als Beweis die Botschaft des Herrn an Elsie Schiess, Mitarbeiterin von Vater Rupflin in Zizers.


Ich wurde am 11. Januar 1933 als viertes uneheliches Kind in einem Mütterheim in Zürich geboren. Als 14tägiger Säugling wurde ich durch die Amtsvormundschaftsbehörde Chur von meiner Mutter weggenommen und ins Kinderheim ‹Gott hilft› nach Zizers gebracht. Mit Sicherheit hatte meine Mutter mich abtreiben wollen, was ihr aber misslang. Ich bin deswegen im Gesicht einseitig entstellt. Dadurch war meine Aussprache auch undeutlich. Die Amtsvormundschaftsbehörde wollte mich ursprünglich in eine Familie verdingen (verdingen = zum Erziehen geben, war früher vielfach üblich und hat für die verdingten Kinder oft schwere Probleme gebracht). Elise Schiess, eine enge Mitarbeiterin von Vater Rupflin (Heimleiter des Kinderheims Gott hilft in Zizers) erbarmte sich meiner. Sie erzählte mir später folgendes: Als sie vernahm, dass ich in eine Familie verdingt werden sollte, beschäftigte sie dies so sehr, dass sie nachts nicht schlafen konnte. Im Gebet vertraute sie mich unserem Herrn an. Da hörte sie Gottes Stimme, die ihr sagte: «nimm doch du dieses Kind an und sei du ihm Gotte»

Posted by Heidi Meichtry-Moser Sun, December 03, 2017 16:54:23

Heidi Meichtry-Moser
Ich bin die Tochter eines Verdingkindes. Mein Anliegen ist es, aufzuzeigen, dass die Leidensgeschichten nicht mit der Generation der Verdingten enden, denn auch die Kinder der Verdingten hatten sehr zu leiden. Mein Vater war ein aussereheliches Kind. Er wurde in Menton/Frankreich geboren von einer Schweizerin, Vater unbekannt. Im Verlaufe meiner zehnjährigen Recherche, stiess ich auf eine legitimen Enkelin der Mutter meines Vaters, welche mir erzählte, dass man in ihrer Familie immer gesagt hätte, mein Vater sei ein Priesterkind und die Katholische Kirche hätte die Frau für die Geburt nach Frankreich verfrachtet, damit die Vaterschaft nicht ruchbar würde. Meine intensiven Abklärungen in Pfarreien, Staatsarchiven und dem Bistum brachten aber leider keine Resultate. Nach der Geburt brachte die Frau ihren Sohn Fritz dann ins Armenhaus in ihrer Heimatgemeinde Steinen SZ. Dieses Haus wurde im Auftrag der Gemeinde von Menzinger Nonnen geführt. Sie führten eine Schreckensherrschaft. Im Haus lebten Kleinkinder, Jugendliche, Erwachsene, alte Menschen; Geisteskranke und Kriminelle. Zum Armenhaus gehörte ein grosses Bauerngut, auf welchem alle Insassen mitarbeiten mussten. Wenn die Kinder bei der Kirschenernte eine oder mehrere Handvoll Kirschen assen, wurden sie ge-schlagen und lange, teilweise auch nachts, im Keller in den Karzer gesperrt, dies bei Wasser und Brot. Alle Insassen hatten zu wenig zu essen, die Kinder, Jugendlichen und auch die Erwachsenen wurden mit Lederriemen geschlagen und verflucht. Kinder und Jugendliche wurden von Insassen aber auch von Nonnen sexuell missbraucht. Den Kindern und Jugendlichen wurden jegliche Bildungs- und Berufsbildungschancen vorenthalten. Mein Vater kam im Alter von 14 Jahren als Verdingbub zu einem Grossbauern im Kanton Luzern. Im Alter von 18 oder 20 Jahren flüchtete er buchstäblich nach Zürich. Dass mein Vater sich in Zürich niederliess war sein einziges Geschenk an mich, denn Stadtluft macht frei! Eine Frau, die später unsere Ersatzgrossmutter wurde, versteckte ihn, bis er nicht mehr polizeilich gesucht wurde. Im Alter von 29 Jahren heiratete mein Vater und hatte vier Kinder. Wir lebten in einer kleinen 3-Zimmerwohnung. Mein Vater und meine Mutter arbeiteten hart für uns. Wir hatten zwei Schrebergärten und waren so praktisch Selbstversorger. Meine Mutter nähte und strickte unsere Kleider, zudem ging sie putzen. Sie waren sehr stolz darauf dass sie uns aus eigener Kraft durchbrachten und Zeit ihres Lebens nie auf Fürsorgegelder angewiesen waren. Ich war das älteste von vier Kindern; zwei Töchtern und zwei Söhnen. Ich wurde von meinem Vater, bis ich 18- oder 20-jährig war, blau- und blutig geschlagen, meinen Kopf hieb er an die Wand. Er schrie mich an, dass ich „em Tüfel vom Charre gheit sei“, ich sei ein trauriger Tropf, der nichts sei und nichts werde. Das Beste wäre, wenn er mich umbringen würde, für diese Tat würde er noch so gerne ins Zuchthaus gehen. Weiter schrie er: „Du bist nichts und wirst nichts, du landest im Zuchthaus oder im Irrenhaus!“ Mein Kosename war: „Verdammte Saumätz!“ Ich blutete jeweils aus Mund und Nase, ich hatte blutunterlaufene Augen und eine hochgeschwollene Nase. Ein Arzt sagte mir Jahre später anlässlich einer Untersuchung, dass mein Nasenbein einmal gebrochen gewesen sein müsse. Nach diesen Misshandlungen flehte mich meine Mutter dann inbrünstig an, dass ich im Namen des barmherzigen Gottes und der Gottesmutter Marie meinem Vater verzeihen müsse, da er ja seinerzeit im Armenhaus von Steinen auch misshandelt worden sei. So wurde mir sogar noch meine Wut gestohlen! Einmal, als mein Vater mich derart zusammenschlug, war die Schwester meiner Mutter dabei: Eine Menzinger Nonne und Lehrerin! Sie schaute fasziniert zu. Ich blickte sie hilfesuchend und flehend an. Ich versuchte ihr dabei immer in die Augen zu schauen, das vermied sie ostentativ. Nachher sagte sie zu mir, was mein Vater mache sei schlimm, aber Väter seien halt so. Einer meiner Brüder wurde auf die gleiche Art misshandelt wie ich. Der Jüngste, er war zehn Jahre jünger als ich, fand einfach keine Beachtung. Der ältere Bruder, mit Jahrgang 1945, stürzte im Alter von 25 Jahren auf einer Wanderung an der Rigi ab. Die Polizei vermutete einen verkappten Selbstmord. Der jüngere Bruder machte eine Lehre als Bauzeichner, später besuchte er eine private Maturitätsschule, daneben arbeitete er halbtags. Nach der Matura studierte er Zahnmedizin. Er hatte eine gut gehende Zahnarztpraxis und war sehr beliebt. Im Alter von 38 Jahren hat er sich mit Gift umgebracht. In den Sommerferien wurden ich und einer meiner Brüder jeweils durch das Projekt des Wohlfahrsamtes der Stadt Zürich namens „ Ferienversorgung der Stadt Zürich“ zu Bauern verfrachtet. Es war Glückssache, wie man es dort hatte. Die Mädchen mussten Kinder hüten, den Haushalt, teilweise selbständig, führen, im Garten arbeiten, auf dem Feld mitarbeiten. Die Jungen mussten körperlich sehr strenge Arbeiten ausführen in Feld, Stall und Wald. Als 14-jähriges Mädchen wurde ich von einem Bauern und seinem Knecht sexuell belästigt. Sagen konnte ich das niemandem, man hätte es mir doch nicht geglaubt. Es kam die Zeit der Berufswahl. Ich war eine gute Schülerin und wäre gerne weiter zur Schule gegangen. Das kam aber nicht in Frage. Zuerst musste ich als Volontärin ein Jahr nach Fribourg in ein katholisches Internat. Auch dieses Internat war natürlich unter der Fuchtel von Nonnen. Wir mussten den ganzen Tag arbeiten, ohne Lohn: Zimmer, Gänge, WC, Badezimmer, Säle, Fenster putzen; servieren, abwaschen, wenn wir ein Geschirr zerbrachen, mussten wir das bezahlen. Das hiess, dass wir nach Hause schreiben mussten und um Geld bitten mussten. Wenn wir ein Trinkgeld bekamen von den Pensionärinnen, wurde uns das von den frommen Nonnen weggenommen. Der Schlafsaal war unter dem Dach, im Sommer brütend heiss, im Winter unsäglich kalt. Wir hatten eine 70 cm breite Eisenbettstatt mit dünnster Matratze. Unsere Briefe wurden geöffnet und gelesen. Das Essen war mangelhaft und meistens schlecht. Um einigermassen über die Runden zu kommen, waren wir auf Pakete mit Esswaren von zu Hause und von Verwandten angewiesen. Die Nonnen hielten uns fast täglich vor, was sie uns für grosse Wohltaten erwiesen. Nach meiner Rückkehr nach Zürich musste ich eine Kaufmännische Lehre absolvieren, die ich mit Auszeichnung abschloss. Ich habe mich mein Leben lang weitergebildet. Meine Berufslaufbahn schloss ich als dipl. Berufs- und Laufbahnberaterin mit verschiedenen Zusatzausbildungen ab. Mein letztes Diplom erwarb ich im Alter von 57 Jahren. 26.10.14/HM

Posted by conny Sat, July 08, 2017 22:18:47

Wenn man nichts sagt ist es schlimm, wenn man schweigt ist es noch schlimmer. Danke René für Deinen Beitrag.

Posted by René Vetterli Tue, July 04, 2017 14:39:30

René Vetterli sass zwischen 1949 - 1963 im Gott hilft in Zizers ein.
Seit über 45 Jahren lebt er im englischsprachigen Ausland (er denkt und schreibt vorwiegend Englisch, deshalb einige Fehler)

Dieses Schreiben verfasste er zum 100-jährigen Jubiläum
(aus unerklärlichen Gründen scheint niemand etwas davon zu wissen)


An den Gesamtleiter Daniel Zindel Gott hilft Stiftung:

wollte nichts wissen keine Gedanken ueber die vergangenheit im Kinderheim nachdenken, musste zu sehen wie meine Schwester und mein Bruder das Kinderheim nicht verarbeiten konnten.

Das schoenst im Heim war mein letzter Tag mein weggehen.

eine immer grosse errinerung ist Weihnachtszeit,

als 6-7 Jaehriger am morgen frueh in dunkelheit von den Leuchtkaefer ins grosse Haus zu gehen, schnee bis zu den Knien, gepfaded zum gross Haus, und das kleine Licht bei Miststock, bei Schwester Caroline mit absoluter ruhe, und dan der grosse Christbaum im grossen Haus, ich war im draumland, alle von dem kleinsten zu dem aeltesten waren anwesend, dass war ein Himmlischer Morgen und ist mit mir bis heute geblieben, und das morgen essen “ Servolats “ keine Habber Grueze das war eine Delikatesse.

Eine andere besondereheit “ Jahresfest, “

morgenessen, ein Servolat, mittagessen Zwaetchge Waehie “, man hat einwenig freiheit gehabt, wenigstens fuer einen Tag, ein Tag der zufrieden zu ende gegangen ist.

Ein Tag den ich fuer positive angenommen habe, mit Muetterli fuer 3 Stunden in die Lenzerheit zu fahren, da war ich ungefaer 8 Jahre, dass hat es nie mehr gegeben.

Ein andermal, im Winter nach Seewis in dunkelheit zu fahren um Musik zu spielen mit anderen Heimen.

Und dan war auch die Gani bei Seewis, oeffters eine erholung von altaeglicher arbeit, leider gab es auch schlimme zeiten da, da Vater Samuel oefters einen Zorn ausfahl hatte, war die Gani nicht entgangen, man ist den Demuetigugen und Ungerechtigungen nicht entgangen, die Rupflin haben Ihre lieblings Kinder gehabt, ich war nicht einen von denen, so hat es halt mehr geknallt bei mir, so hat es sich bei einer Reise in die all zu bekannten Bergen ein erlebniss fuer mich gegeben was ich nie vergessen werde.

Da wir einige (7-8 ) Jungs waren sollte jeder den Rucksack fuer eine Stunde tragen, dass waere schon richtig gewessen, ich hatte den Rucksack fuer eine Stunde, dann kam der naechste,obwohl ich den RS eine Stunde zuvor hatte sollte ich Ihn jetzt wieder haben, ich habe mich verweigert, dass es nicht recht sei da waren noch 6 andere die den Rucksack noch nicht getragen hatten, Da fragte mich Vater S.”? Du willst Ihn nicht tragen “, da habe ich es Ihm aerklaert, “ ich habe Ihn eben gehabt eine Stunde zuvor die anderen sollten Ihn auch dragen “ wie so ueblich konnte er seine wut nicht entgehen, und schickde mich zurueck zu den Baracken. Wir waren irrgent wo in den Bergen, ich musste mich entscheiden:Rucksack oder alleine zurueck zu den Baracken, der entscheid war kurz: zurrueck, da ich nichts falsches getan hatte konnte ich nicht sehen warum ich mich Demuetigen sollte, es war ein schoener spaziergang fuer mich, was ich nicht gewust habe, dass war nicht das ende von dem Tag.

Um 5 Uhr kamen die anderen zurueck , dann kam meine strafe, auf die Alp zu gehen und 11 liter Milch zu holen es war ein 2-3 stundiger weg auf die Alp, und dan zurueck, jeder wuste das es kein einfacher weg war und es alles rauf ging, da es schon am dunkel war war das noch schlimmer, und ich musste alleine gehen, noch nie zuvor musste einer alleine gehen, es waren immer 2, auch da habe ich mich nicht verweigert und bin im dunkeln auf der Alp angekommen, der OEHI fragte mich “ willst Du nicht hier bleiben bis morgen es ist schon dunkel zurueck zu gehen, ich habe es abgelehnt und war auf dem rueckweg. Es war 11 Uhr nachts wie ich in den Baracken an kam, ich habe die endeuschung in Vaters gesicht gesehen, dass erwartete er nicht mich wieder zu sehen und ohne nachtessen durfte ich schlafen gehen. In meinem Sinne habe ich gewonnen, niemehr hatte er gesprochen davon, Ungerechtigkeit hat sich hier nicht gelohnt. Ich habe mir versprochen, niemehr zu Demuetigung lassen.

Wieder hat der Vater S. sein dampf los gelassen:

Ski fehrien in der Gani,

man sollte eine Piste stampfen, ich wollte mit einem anderen Junge diefschnnee fahren, so sind wir auf umwegen an dem Hang angekommen, da war keine Piste, da konnten wir beide hoch Schnee fahren, super, als der Vater S, wind bekam von unserem abendteuer, wurde ich wieder bestraft ( nur ich ) musste packen und nach Zizers gehen, ein marsch von ungefaer 6-7 stunden, dass war genau am neu Jahr 12 Uhr nachts als ich an kam. Ach ja als die anderen heim kamen so kam die zweite strafe, Der Zircus war in Chur, da durften alle gehen, ich musste alle Schuhe putzten, mit einem laecheln habe ich die unschuld auf mich genommen, wieder hat die Demuetigung keinen eintruck gemacht.

Jedesmal wen Muetterli M. schlechter laune war heist es, Rene' nimm dein Bett und wandle auf den Fusboden neben Ihrer Kammern 2-3 wochen, weis heute noch nicht warum, aber da wir schwer arbeiten mussten war das schlafen kein problem.

Dann kam das schlimste das hatte nichts zu tun mit Demuetigung oder Ungerechtigkeit, dass waren Schlaege wie nie zuvor gesehen.

Es war ein Sontag nach der Kirche, einwenig spielen vor dem Mittagsessen, da sagte ein Onkel wir muessten Kartoffeln kiemen gehen im Keller, angekommen im Keller verweigerte ich mich und meine Brueder zu Arbeiten an einem Sontag, da ging er und holde Vater S. ich aerklaerte Ihm.” es ist Sontag uns wurde immer beigebracht Sontag ist ein Rest Tag da sollte man nicht Arbeiten wir Arbeiten genug die ganze Woche, habe Ihm gesagt, dass sind Deine Worte”, dann hats geknallt, dass erstemal glaubte ich, der will mich kapput schlagen, zum erstenmal hatte ich angst der schlaegt mich zu Tote, dass ist mein ende. Jahre spaeter hat man festgestellt das er mir eine Rippe zerschlagen hat, seine Augen waren Deuflisch und voller Zorn.

Warum? Weil ich Ehrlich war und gesagt habe wie es ist, ich stehe heute noch dabei, es war mein und meinen Brueders recht einen arbeitslosen Tag zu haben.Das war das letztemal das sie mich angefassen haben, oder Du must etwas tun, sie sind mir ausgewichen und haben mir meine freiheit gegeben. Da konnte ich sagen “Ehrlichkeit wurde mit strafen bezahlt “

Auch die Onkeln wurden aufmerksam gemacht, keine liebe, schlaege ist die beste Medizien vorallem fuer Rene', die habe ich dan auch bekommen, aber keiner konnte mich Demuetigen, ich war ein Dorn den man nicht brechen konnte. Sie konnten mich nicht brechen das konnten sie nich verarbeiten.

Die Rupflin waren sicher nicht meineMentors,da ich sie nie respectierte und heute Gott dankbar bin sie nicht mehr zu sehen gebrauche,Ich werde Ihnen nicht nachtragen fuer Ihres verhalten und Misshandlungen, vieleicht haben sie auch einwenig gelernt, mit gewalt bringt es nichts

Andere strafen

im Sommer man hold sich ein Erbeeren oder Himbeer oder sonst eine Frucht die strafe kein schwimmen

Im Winter , was immer die strafe war, kein Ski fahren

Noch heute hoere ich Mueterli, Rene' holdeDeppichlopfer im Arbeitschaemerli, und dan ging es in die Waschkueche, hosen runder beide, und dan hat sie dampf rauf gegeben, ich habe geschrien, ich mach es nicht nehr, aller dings wuste ich nicht was ich falsch gemacht habe, trotztem hat sie Ihre kraefte auf meinem nacktem Hinter ausgelassen, so ging das einige male, dann kam das letzte mal, ich weis noch es war Winter alles war vereist bin mit dem Schlittel die Treppe zum spielplatz runder gefahren, und schon hat Muetterli es gesehen, man konnte nicht runder laufen war zu eisig, bevor sie rufen konnte habe ich Ihr schon gesagt, “ ich weis wo der Teppichlpfer isch, ich weis wo hi bringe, bevor sie mir sagte, hosen runder, habe ich schon runder gebracht, mit einem schmunzeln ihr mein Hinter higestreckt, wieder hat sie dampf drauf gegeben, als sie fertig war habe ich mich bedankt fuer die schlaege und ihr versprochen den Teppichklopfer an den rechten platz zu bringen, ganz verdutz hat sie mich angeschaut, aber niemehr geschlagen.


Posted by conny Sun, June 04, 2017 17:15:45

Einige Gedanken:

Ich frage mich, wie hochbezahlte „Spezialisten“ (ForscherInnen, HistorikerInnen, Sozialfachpersonen und Andere) über das Geschehene bei Fremdplatzierungen und fürsorgerischen Zwangsmassnahmen berichten können, ohne die Betroffenen je gesehen – geschweige denn mit solchen gesprochen zu haben.

Es gibt sie ja – obwohl einige verstorben oder freiwillig aus dem Leben geschieden sind - noch immer.

Die meisten möchten oder können nicht über ihre Vergangenheit sprechen, sie schweigen, - viele sehen sich für das Geschehene gar als Schuldige, sie schämen sich.

Einzelne haben von ihren Erlebnissen erzählt, teilweise ihre Geschichten in Interviews geschildert, wenige Andere durch schreiben eines Buches ver - oder bearbeitet.

Vom Kinderheim „Gott hilft“ in Zizers wurden zwar von der Institution und vom Kanton finanzierte (Reinwasch-) Aufarbeitungs - werke publiziert.

Leider findet sich darin kaum eine Passage, welche den Alltag und damit die Wahrheit wiedergibt. Meines Wissens haben bis jetzt nur zwei Betroffene über selbst erlebtes berichtet (Conny vom Schwalbenhaus „Wir kamen vom Regen in die Traufe“ und Sergio Devecchi „Heimweh“).

„Wir kamen vom Regen in die Traufe“ (von mir 2016 publiziert) handelt fast ausschliesslich vom Aufenthalt in Zizers, „Heimweh“ (erschienen 2017) schildert auf einigen Seiten der gesamten Biografie, was Sergio in Zizers erlebte.

Wie ist es möglich, dass in praktisch allen (im Auftrag geschriebenen) Werken über Heime und Institutionen Tagesabläufe und Vorkommnisse – wenn überhaupt - ganz (schön) anders beschrieben sind, als es Betroffene erlebt haben und schildern ?

Die Rein – und Weisswaschergilde stützt sich zwar auf unsere Erlebnisse und Schilderungen der Geschehnisse, hütet sich jedoch davor, uns zu kontaktieren oder mit uns zu sprechen.

Das ursprünglich gesagte oder geschriebene wird gar manchmal derart „umgedeutet“, dass vom Original nicht mehr viel bleibt.

Es soll gar Bücher geben, bei denen die Auftraggeber den Schreibenden „in die Feder diktiert haben“, andere entstanden aus (sorgfältig ausgewähltem) vorhandenem Material.

Dieses Verhalten ist identisch demjenigen der MEDAS – oder Psychologen – Gutachten, welche – ohne die begutachtete Person je gesehen zu haben – verfasst wurden.

Nichts tun (abschreiben kann jeder Trottel), Scheisse (teilweise mit grosser Tragweite für die Betroffenen) liefern, damit noch viel Kohle verdienen, dazu braucht‘s keinen Titel.

AUFRUF AN EHEMALIGE

Leider meldet ihr Ehemaligen euch ja nur spärlich und zaghaft, dabei haben wir – Alle die Zizers erlebt haben - (zusammen) etwas zu sagen .

Habt den Mut, meldet Euch

(hier dürft Ihr Eure Mitteilung hinterlassen, - es ist keine Sünde)

Posted by conny Wed, January 18, 2017 12:44:52

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Ein Bub aus der Gruppe wurde auch geschändigt, hier kann mann es lesen:

www.blick.ch/news/schweiz/ostschweiz/skandal-um-das-gott-hilft-heim-mutter-nathalie-f-erzaehlt-meine-buben-mussten-sich-gegenseitig-befummeln-id45384.html



Zum Glück ist mir das nicht passiert.

Posted by Betroffener Mon, November 14, 2016 19:14:02

Die Stiftung Gott hilft hat soviel Unheil angerichtet, sie haben soviel Dreck am Stecken.

Posted by anomymous Mon, November 14, 2016 16:41:53

Wurde endlich Zeit, dass wir uns auch ohne die Zensur austauschen können.